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Neun Muster

Wir beziehen uns bei der Definition eines Musters auf dessen Vorherrschende Leidenschaft. Bereits im 4. Jahrhundert durch die Wüstenväter übermittelt, verstehen wir diese als neutrale Kraft. Sie verleiht allem, was wir denken, fühlen und handeln die spezifische und letztlich einzigartige Färbung. Sie prägt uns durch und durch.
Unter jedem Muster finden Sie weitere Kurzinformationen zum jeweiligen Muster sowie Erfahrungsberichte. Diese beschreiben den persönlichen Prozess, durch den die Menschen bei der intensiven Auseinandersetzung mit ihrem Ennea-Muster gegangen sind und welche Wirkungen dieser Prozess in ihrem Leben gehabt hat.

 

Symbol Vorherrschende Leidenschaften im Enneagramm

 

Muster EINS 

Zorn zeigt sich als Empörung über tatsächliches oder vermeintliches Unrecht genauso wie über ein nicht eingehaltenes Versprechen; aber auch über das gedankenlose Zerstören einer Ordnung, die durch „Aufräumen“ gerade erst mühsam hergestellt worden war.

+ Muster EINS und Erfahrungsberichte

 

Muster ZWEI 

Hochmut äußert sich als Überzeugung von der eigenen Überlegenheit. Sie verführt dazu, „von oben herab“ auf den Anderen zu blicken. Die Bedürftigkeit des Anderen wird dabei vergrößert, die eigene wird eher verkleinert oder ignoriert. Hochmut treibt diese Menschen dazu an, „besser“ sein zu müssen als die anderen und Dinge zu können, an die sich andere gar nicht erst heranwagen.

+ Muster ZWEI und Erfahrungsberichte

 

Muster DREI

Eitelkeit findet und nutzt fast jede Gelegenheit, eigene Leistungsfähigkeit so unter Beweis zu stellen, dass eine Selbst-Verehrung möglich wird. Alles wird darauf hin angeschaut, ob es  das Potenzial besitzt, das eigene Ansehen zu vergrößern.

+ Muster DREI und Erfahrungsberichte

 

Muster VIER

Neid äußert sich als Zwang, sich selbst mit anderen zu vergleichen und zwar so, dass die eigene Position schlechter abschneidet. Buchstäblich jede Ebene der Wahrnehmung enthält in sich die Aufforderung – wie man es in alten Zeiten nannte –, sie mit „bösem Auge“ anzuschauen.

+ Muster VIER und Erfahrungsberichte

 

Muster FÜNF

Geiz zeigt sich z.B. in (sehr) dosierter Preisgabe von Informationen über sich selbst genauso, wie in der vertrauten Variante, als sparsamer Umgang mit materiellen Ressourcen. Aber auch in der Weigerung, sich emotional zu stark einzulassen, weil damit ein Kontrollverlust verbunden sein könnte.

+ Muster FÜNF und Erfahrungsberichte

 

Muster SECHS 

Furcht/Zweifel äußert sich als die zwanghafte Annahme des ungünstigsten Ausgangs eines Ereignisses, um nachher erleichtert feststellen zu können, dass es doch nicht so schlimm gekommen ist. Vor dem Bezweifelt-Werden ist kein Lebensbereich sicher: eine soeben getroffene, banale Alltagsentscheidung genauso wenig wie die Verheißung einer gesellschaftlichen Utopie. Alles muss hinterfragt werden und bezweifelbar sein.

+ Muster SECHS und Erfahrungsberichte

 

Muster SIEBEN 

Völlerei ist der unermüdliche Versuch, jede evtl. aufkommende Leere zu füllen bzw. durch geschickte Vorausplanung gar nicht erst entstehen zu lassen. Das gilt für potenziell drohende Langeweile genauso wie für befürchteten Schmerz. Fülle ist das probate Gegenmittel gegen materielle, seelische oder geistige Formen der Leere.

+ Muster SIEBEN und Erfahrungsberichte

 

Muster ACHT

Wollust zeigt sich in einem starken Verlangen nach Intensität sowohl in emotionaler, sinnlicher, aber auch in ganz allgemein körperlicher Erfahrung. Wo andere Menschen wegen drohender Schmerzgrenze bereits kehrtmachen, suggeriert die Wollust den Beginn des wirklichen Genusses. Dies betrifft die Geschmacksnerven im physiologischen Sinne durch intensives Würzen genauso wie den Nervenkitzel, der beim machtvollen Bezwingen des Gegners entsteht.

+ Muster ACHT und Erfahrungsberichte

 

Muster NEUN 

Acedia lässt hinter allem ein Gefühl von Vergeblichkeit lauern. Selbst die ärgste Anstrengung lohnt sich nicht – eigentlich ist sie sogar kontraproduktiv, denn sie stört das große Gleichgewicht. Nicht auffallen, nicht zu viel erwarten, sich zufrieden geben mit dem, was ist – „das Boot nicht zum Schaukeln bringen“. Lieber Ja sagen und Nein meinen.

+ Muster NEUN und Erfahrungsberichte

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