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Zwölf Schritte in Anlehnung an die Anonymen Alkoholiker

Die Befassung mit den 12 Schritten, wie sie in den Gruppen der AA (Anonyme Alkoholiker) weltweit praktiziert werden, hat unser Bewusstsein dafür geschärft, dass eine Entwicklung der Persönlichkeit nicht allein aus eigener Kraft gelingen kann. 

Wenn wir anerkennen, dass wir Teil eines Ganzen sind, verbindet uns dies mit einer Kraft, die größer ist als wir selbst. Mit ihr können wir in Verbindung kommen, können aber nicht über sie „verfügen“. Wir können uns gegenseitig Kraft und Hoffnung geben, indem wir einander auf unserem Entwicklungsweg begleiten und unsere Erfahrungen miteinander teilen.

+ Online-Gruppe „Ennea-Schritte-Meeting“

 

Die Zwölf Schritte der AA, adaptiert für die EntwicklungsArbeit mit dem Enneagramm

Auf der Suche nach weiteren ethischen Markierungen bzw. Haltestangen haben wir die weltweit sehr wirksamen Ideen der AA angeschaut, geprüft und schließlich für unsere Zwecke adaptiert. 

Dem lag der Gedanke zugrunde, dass es eine Wesensverwandtschaft in den „Aufgabenstellungen“ gibt: Der süchtige Mensch – in der Gründerzeit der Bewegung waren es ausschließlich Alkoholiker – hat es mit einem ebenso überlegenen Gegner zu tun, wie der Mensch, der versucht, sich aus den Automatismen seiner unbegriffenen Gewohnheiten zu befreien. Der alkoholkranke Mensch muss das „erste Glas“ stehenlassen – und er muss es immer wieder tun. Wer sich auf den Entwicklungsweg begibt, muss die Einflüsterungen seiner Vorherrschenden Leidenschaft vernehmen und ihnen entschieden entgegentreten. In beiden Fällen haben wir es mit einem „Gegner“ zu tun, der stark, raffiniert, unerbittlich und rücksichtslos eigensüchtig ist.

1. Wir haben verstanden und akzeptiert, dass unser Denken, unser Fühlen und unser Handeln musterbedingt begrenzt sind.

2. Wir haben die Überzeugung gewonnen, dass wir diesen Umstand nicht ändern, wohl uns aber darin entwickeln können.

3. Wir fassten den Entschluss, uns in unserem Muster zu entwickeln.

4. Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur unserer mustertypischen Fallen.

5. Wir machten aus unseren Einsichten kein Geheimnis, sondern ließen vertrauenswürdige Menschen aufrichtig daran teilhaben.

6. Wir waren bereit, ein Leben ohne die vertrauten Schutz- und Abwehrmechanismen zu wagen.

7. Wir baten unser Großes Du um liebevolle Unterstützung unserer Bemühungen.

8. Wir suchten das Gespräch mit Menschen, die wir durch unser unverstandenes Muster verletzt haben.

9. Wir wurden achtsam für Rückschritte in unserer Entwicklung.

10. Wir gaben es zu, wenn wir wieder einmal in die Musterfalle geraten waren.

11. Wir versuchten, im Einklang mit der inneren Ordnung unseres Musters zu leben und baten unser Großes Du hierfür um Unterstützung.

12. Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, wandten wir uns achtsam und liebevoll unseren Mitmenschen zu.

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